Das kleine Hilfszügellexikon

von Sarah Titke


Im Folgenden möchten wir stichpunktartig einen kleinen Überblick geben, über die verschiedenen Arten von Hilfszügeln und wie diese am sinnvollsten eingesetzt werden.

Ausbindezügel (Ausbinder):

  • In der Regel zweiteilig
  • Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Pferdekopfes nach links, rechts und nach vorne.
  • Gerundete Halshalterung
  • Verwendung:
    – hauptsächlich zum Longieren
    – der Ausbildung von Reitanfängern

Chambon/Gogue:

  • In Deutschland wenig verbreitet
  • Das Pferd soll angeregt werden sich vorwärts- bzw. abwärts zu dehnen.
  • Harte Hilfszügel (Gogue)
  • Verwendung: Nur in Einzelfällen in der Ausbildung für Fortgeschrittene geeignet.

Dreieckszügel:

  • Vorwärts- bzw. Abwärtsbewegung des Pferdes möglich
  • Weit verbreitet für die Reitausbildung
  • Verwendung: Ideal zum Longieren

Martingal:

  • Bessere Zügelkontrolle
    Im Falle eines Sturzes ist die Verletzungsgefahr für Reiter und Pferd geringer
  • Einer der am häufigsten genutzten Hilfszügel
    Sehr pferdefreundlich, da sich das Pferd noch frei bewegen kann.
  • Verwendung:
    – Springen
    – Dressur
    – Gelände

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bildquelle: Firma Waldhausen, Köln)

Schlaufzügel:

  • Dürfen nur von fähigen und ausgebildeten Reitern benutzt werden.
  • Ständige Nutzung eines Schlaufzügels kann das Pferd psychisch und physisch beeinträchtigen.
  • Selbst kräftigen Pferden kann mit Hilfe des Schlaufzügels der Kopf bis auf die Brust gezogen werden.
  • Verwendung: Wird als Zwangsmittel in der Ausbildung benutzt.
    Bei artgerechter Ausbildung ist der Schlaufzügel in jeder Hinsicht anzulehnen!

Stoßzügel:

  • Ältester Hilfszügel
  • Verhindert das Heben des Kopfes
  • Seitliches Herausziehen des Gebisses ist nicht möglich.
  • Darf nur auf ebenen bzw. flachen Untergründen verwendet werden, da es sonst zu Verletzungen kommen kann.
  • Nicht zum Longieren geeignet.
  • Verwendung: Zwangsmittel bei der Ausbildung, nicht mehr gebräuchlich, da der Stoßzügel zu stark auf die Kieferlade einwirkt. Wie beim Schlaufzügel, bei artgerechter Ausbildung in jeder Hinsicht anzulehnen.